Dauerausstellung

Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie

Ort: Haus der Weimarer Republik - Forum für Demokratie, Weimar

Eröffnung: 31.7.2019

Auftraggeber: Weimarer Republik e. V.

Gefördert durch: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Unsere Leistungen: Kuration, Gesamtkonzeption (Grobkonzept, Feinkonzept, Drehbuch) & Realisation aller Inhalte der Dauerausstellung; Textredaktion (deutsch/ englisch) & Lektorat; Archivrecherche; Objektrecherche & Kaufabwicklung; Bildrecherche; Entwicklung & Programmierung der Medienstationen; Entwicklung & Realisierung interaktiver Spiele; Konzeption, Produktion und technische Umsetzung des Einführungsfilms als 160-Grad-Projektion; Konzeption & Produktion aller Filminhalte; Planung & Koordination der beteiligten Gewerke (Ton-; Bildtechnik; Medientechnik; Programmierung; Filmproduktion; Übersetzung; u. a.).

Zur Ausstellung: Auf 205 Quadratmetern erzählt die Ausstellung die Geschichte der Weimarer Republik als mutigen politischen und gesellschaftlichen Neubeginn nach Krieg und Revolution. Sie zeigt die Vielfalt demokratischer Möglichkeiten und Handlungsfelder, die dieser historische Auf- und Umbruch den Menschen eröffnet hat, aber auch wie die Demokratie um Akzeptanz und gegen ihre Feindinnen und Feinde kämpfen musste und schließlich zerstört wurde. Sechs spannende Themenwelten, Medienstationen, interaktive Spiele, Filme, zahlreiche Exponate und eine Radiostation mit historischen Aufnahmen laden Besucherinnen und Besucher zum Stöbern, Entdecken und Diskutieren ein. Der von uns produzierte Einführungsfilm ist eine 160-Grad-Projektion und auch ohne Ticket zu sehen. Die Szenografie der Ausstellung stammt von dem amerikanischen Architekten Michael Brown von NAU2, die Umsetzung und Baubetreuung erfolgte durch Studio Neue Museen und die Grafik von Happy Little Accidents aus Leipzig.

Pressestimmen:

„Gegenüber vom Weimarer Nationaltheater (…) hat in dieser Woche das Haus der Weimarer Republik seine Dauerausstellung eröffnet. Sie will nicht weniger, als die Rede von den "Weimarer Verhältnissen" selbst historisieren und die Republik als starke, wehrhafte, moderne Demokratie zeigen. (…) Auf dem arg begrenzten Raum im Altbau ist Erstaunliches gelungen. Durch eine Schleuse, in der Filmbilder an Schlachten und Schrecken des Weltkriegs erinnern, betritt man den Hauptsaal und schreckt kurz zurück vor der Fülle an Texten, Bildschirmen, Vitrinen, Reproduktionen, findet sich dann aber überraschend gut zurecht.“ (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung)

 „In der Ausstellungshalle aus den 50er Jahren besticht die klare Ausstellungsarchitektur: In der Mitte ein langer Zeitstrahl, der durch die knapp 14 Jahre der Weimarer Republik führt. Ringsum, an den Wänden, wird die Geschichte der Weimarer Republik thematisch erzählt. Dabei durchdringen sich beide Konzepte, die Zeit- und die Themenorientierung, immer wieder gegenseitig, (…). Der geschickten Ausstellungsgestaltung ist es zu verdanken, dass selbst Texte einen theatralischen Auftritt haben.“ (Henry Bernhard, Deutschlandradio)