musealis entwickelt Filmebene und didaktisches Material für "Die Macht der Gefühle"

20 Gefühle, eine Ausstellung. Unsere Politik wird, so scheint es, zunehmend von Emotionen bestimmt. Hier setzt die Ausstellung "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19" an, die heutige Erscheinungsformen von 20 Emotionen zum Ausgangspunkt nimmt, um Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten zu veranschaulichen, die die vergangenen 100 Jahre prägten.

Für die Ausstellung hat musealis fünf Filme produziert, die einzelne Ausstellungsthemen aufgreifen und vertiefen. Zudem wurde von musealis der Ausstellungstrailer sowie das didaktische Material zur Ausstellung realisiert.

Die gemeinsam von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegebene Schau wurde von den Historikerinnen Ute und Bettina Frevert erarbeitet. Schirmherr der Ausstellung ist Bundesaußenminister Heiko Maas. Mehr unter http://machtdergefuehle.de/

Ausstellungsfilme unter https://vimeo.com/album/5737658

Eröffnung der Ausstellung  Die Macht der Gefühle  am 5. März 2019 im Foyer der EVZ in Berlin / Foto: Dr. Ulrich Mählert

Eröffnung der Ausstellung Die Macht der Gefühle am 5. März 2019 im Foyer der EVZ in Berlin / Foto: Dr. Ulrich Mählert

musealis realisiert Wanderausstellung "Weimar im Westen: Republik der Gegensätze"

Die von musealis realisierte multimediale Wanderausstellung Weimar im Westen: Republik der Gegensätze spürt seit Januar 2019 an acht Standorten in NRW der Geschichte der Weimarer Republik im Rheinland und in Westfalen-Lippe nach. Wie unter einem Brennglas werden hier Probleme und Erfolge der ersten deutschen Demokratie sichtbar gemacht. Eindrücklich wird deutlich, dass die Demokratie und ihre Errungenschaften keine Selbstverständlichkeit sind. Auch in Westfalen und im Rheinland erhielten nationalistisch-völkische Vereine in der Weimarer Republik wachsenden Zulauf, wenngleich der Westen lange Zeit politisch als Inbegriff der ‚Weimarer Koalition‘ galt. Schließlich konnten jedoch die Nationalsozialisten die Landtagswahl in Lippe Anfang 1933 propagandistisch für sich vereinnahmen: Rückblickend markiert sie den Anfang vom Ende der jungen Republik.

Die Wanderausstellung Weimar im Westen: Republik der Gegensätze präsentiert in vier begehbaren Würfeln ein vielfältiges multimediales Angebot: Bislang unbekannte Fotos und Filme, Interviews mit Expert_innen und Prominenten sowie interaktiven Elementen wie einem Wahlkompass laden zum Entdecken, Ausprobieren und Eintauchen in die Welt der Weimarer Republik ein.

Erarbeitet wurden Ausstellung und Begleitprogramm vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Kooperation mit dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen sowie dem Weimarer Republik e.V. Zugleich ist die Ausstellung Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW: „100 jahre bauhaus im westen“, das ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland ist. Schirmherrin ist hier Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Umsetzung und Gestaltung der Ausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ erfolgte durch musealis.

Eröffnung der Wanderausstellung am 23. Januar 2019 im Landtag NRW / Foto: LWL

Eröffnung der Wanderausstellung am 23. Januar 2019 im Landtag NRW / Foto: LWL

musealis kuratiert Dauerausstellung für Haus der Weimarer Republik

Nachdem das von musealis erarbeitete Grob- und Feinkonzept große Zustimmung vom Fachbeirat erhalten hat, kuratieren und realisieren wir nun – zusammen mit Anne Meinzenbach (Leiterin des HdWR) – die Dauerausstellung für das Haus der Weimarer Republik, die am 31. Juli 2019 eröffnen wird. Es wird das erste Museum in Deutschland zur Geschichte der Weimarer Republik und damit eine Lücke in der öffentlichen Erzählung und Beschäftigung mit diesem Teil der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und Demokratiegeschichte schließen. Initiator des Hauses, das mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm »Nationale Projekte des Städtebaus« sowie Städtebaufördermitteln finanziert und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstützt wird, ist der Verein Weimarer Republik, für den wir bereits die Wanderausstellung Die Weimarer Republik. Deutschlands erste Demokratie kuratiert haben. Auch die Dauerausstellung wird, wie bereits die Wanderausstellung, mit verschiedensten multimedialen Elementen arbeiten. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Weimarer Republik von ihren revolutionären Anfängen über ihre politische Etablierung und Konsolidierung, den Alltag der Menschen und die neuen Möglichkeiten der »Goldenen Zwanziger« bis hin zu den Krisen und Herausforderungen, denen sich die junge Demokratie ausgesetzt sah, kennzulernen. Dabei wird die Ausstellung stets die Brücke in die Gegenwart schlagen und die Frage stellen, welche Bedeutung die Weimarer Republik für unsere heutige Demokratie besitzt. Die moderne Ausstellungsgestaltung ermöglicht dem Besucher die Orientierung anhand eines zentralen Zeitstrahls, sechs Themeninseln laden darüber hinaus zur tieferen Auseinandersetzung ein. Historische Film- und Videoaufnahmen eröffnen in Kombination mit historischen Objekten und interaktiven, medialen Inszenierungen die Möglichkeit der lebendigen Begegnung mit der Geschichte. Mehr unter www.hdwr.de

Foyer des Haus der Weimarer Republik – Forum für Demokratie / Entwurf: Michael Brown, nau2.com

Foyer des Haus der Weimarer Republik – Forum für Demokratie / Entwurf: Michael Brown, nau2.com

musealis entwickelt interaktive Spiele für Themenportal des Bundesarchivs

Für das im März 2018 freigeschaltete Themenportal Weimar – Die erste deutsche Demokratie hat musealis das Bundesarchiv konzeptionell und inhaltlich beraten. Hieraus ist unter anderem ein Wahl-O-Mat (Wahlkompass) hervorgegangen, der Nutzer des Portals vor die erste demokratische Wahl 1919 stellt, eine Podcastreihe sowie eine netzwerkartige Datenvisualisierung. Aktuell wird zur Erweiterung des Themenportals ein interaktives Game mit dem Titel Spiel der Lebenswege – Ein Kriegsheimkehrer auf der Suche nach seinem neuen Platz in der Gesellschaft entwickelt.

Spiel der Lebenswege online!

November 1918. Ein Soldat kehrt nach Hause zurück aus dem Großen Krieg. Im Gepäck hat er traumatische Erlebnisse von der Front – Erinnerungen an Tod, Gewalt und Angst. Wie wird er sich mit diesen Erfahrungen in seinem neuen Leben in der Heimat positionieren? Will er das Alte bewahren oder das Neue wagen?

Diese Fragen greift das Bundesarchiv in seinem neuen interaktiven Angebot „Spiel der Lebenswege“ im Rahmen des Quellenportals „Weimar – Die erste deutsche Demokratie“ auf, das musealis für das Bundesarchiv konzipiert und realisiert hat.

Autoren des Spiels: Johannes Romeyke, Marcel Böhles, Andreas Feddersen.

musealis realisiert Inszenierung für IBA Werkschau auf Schloss Schwarzburg – Denkort für Demokratie

Im Sommer 2019 wird das Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg (südwestlich von Rudolstadt) sich öffnen und nach über 60 Jahren erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. musealis realisiert für hierfür einen Audiowalk sowie erste Einschreibungsmöglichkeit für Besucher im Rahmen der Schaubaustelle 2019 in einem digitalen Gästebuch. Konzeptionell leitend ist dabei die Idee einer Zeitreise: Mit Betreten des entstehenden Treppenhauses im Hauptgebäude des Schlosses betritt der Besucher eine Zeitschleuse und taucht in die über 900-jährige von Höhen und Tiefschlägen geprägte Geschichte des Gebäudes ein. Im Zentrum stehen dabei Geschichten und Fragestellungen des Zusammenlebens, Zusammenwirkens und Zusammen-Gestaltens, aber auch der Herrschaft über Menschen im Umfeld des Schlosses.

Zuvor hat musealis für die IBA Thüringen ein Drehbuch für Schloss Schwarzburg geschrieben, das die Dramaturgie beschreibt, die Schloss Schwarzburg als Denkort für Demokratie auf zwei Ebenen durchlaufen soll. Es bildet die Grundlage dafür, dass sich die an dem Projekt beteiligten Akteure auf eine gemeinsame Richtung verständigen, weitere Schritte planen und umsetzen können. Das Drehbuch beschreibt die raumzeitliche Struktur und die kommunikative Absicht für Schloss Schwarzburg als Denkort für Demokratie.

musealis entwickelt Grobkonzept für Dauerausstellung im Haus der Weimarer Republik

Für das Mitte 2019 eröffnende Haus der Weimarer Republik – Forum für Demokratie entwickelt musealis ein Grobkonzept, das inhaltlich eine Gesellschaft aufzeigt, die um ihre Identität kämpft und dabei einer permanenten Zerreißprobe unterworfen ist. Zugleich zeigt es die besondere Verwandschaft mit dieser Epoche auf, von der unser heutiges Weltbild geprägt ist.

Entstehen soll im Haus der Weimarer Republik eine Ausstellung, die sich, unterstützt durch mediale Erzählmittel als Erlebnisraum, als Ort der Wissensproduktion und Erkenntnis zugleich begreift. Inhaltlicher Ausgangspunkt sind die bereits realisierte Wanderausstellung des Vereins sowie die Ausstellung im Stadtmuseum ‚Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919’, da sich beide Ausstellungen durch eine Mischung aus eindrucksvollen Originalen der Weimarer Zeit mit filmischen Elementen inhaltlich gut einander ergänzen. Konzeptuell wird in der Ausstellung der sozialen Interaktion besondere Bedeutung beigemessen. Der Ausstellungsraum wird als Raum menschlicher Verbindungen gedacht, der Besucher zu aktiver Beteiligung anregt. Das Museum selbst wird zum interaktiven Medium, eng verknüpft mit didaktischen Konzepten aus dem Bereich der politisch-historischen Bildung.